Apple hatte heute Journalisten, Pressevertreter und Gäste zu einem grossen Special Event eingeladen. Vermutet wurde, dass Apple eine neue Version von Aperture vorstellen würde, was auch die Aperture-Linse auf der Einladung noch bekräftigte.
Das Special Event fand im Vorfeld zur Photokina in einem extra angemieteten Veranstaltungsort, dem "Gürzenich", ausserhalb der Messe auf der "richtigen" Rheinseite nahe des Hauptbahnhofes statt. Apple hatte selbst zwischen der Messe und dem Veranstaltungsort einen Shuttle-Service eingerichtet, wofür wir uns nochmalig bedanken möchten, da es sehr komfortable Reisebusse waren.
Beim Gang zur Halle 4 Richtung Westeingang, geht es direkt am Apple-Stand vorbei, der vollständig eingepackt war und keinen Blick bot, auf kommende Neuheiten. Apple ist dieses Jahr erstmalig auf der Photokina vertreten und präsentiert sich mit einem sehr offenen und grossen Stand. Vom Aufbau her sehr ähnlich zu den letzten Messen, bietet Apple auch hier wieder eine Präsentationsfläche und genügend "Arbeits"-plätze zum direkten Kontakt mit den Produkten.
Rob Schoeben, Vice President Application Product Marketing bei Apple USA, eröffnete die Veranstaltung mit einer kurzen Einführung in Aperture und zeigt die Integration in Mac OS X 10.4 und geht auf die erfolgreiche Umstellung der Mac-Linie auf die Intel-Plattform ein. Nachdem die aktuellen Intel-Macs gezeigt wurden, geht Schoeben weiter auf Aperture ein und stellt drei Fotografen vor, die Aperture als Raw-Workflow-Tool erfolgreich einsetzen. Die Bilder die auf der Produktseite von Aperture aktuell zu sehen sind, sind aus dieser Präsentation.
Nun macht es Schoeben recht kurz, und kündet Aperture 1.5 an.
Die Open Library:
Von vielen Anwendern gewünscht, nun von Apple umgesetzt. Bilder können an jedem beliebigen Ort gespeichert werden egal welches Medium ob online oder offline. Die Funktion "Im Finder anzeigen" nimmt Abstand vom bisherigen geschlossenen Aufbau der Library.
Eine hochwertige Vorschau:
Im direkten Zusammenhang mit der Open Library, steht ab sofort dem Offline-Arbeiten nichts mehr im Wege. Zu jedem Bild kann ein Vorschaubild in beliebiger Größe angelegt werden, welches dann wie ein normales Bild in Aperture beahndelt wird, jedoch keine Bildmanipulation bietet, aber bspw. Metadaten ändern oder eine Slideshow anlegen ist möglich. So lassen sich unteranderem komplette Projekte auf einem iPod oder einer externen Festplatte speichern
Die Lupenfunktion:
In vielen Punkten und Funktionen vollkommen neu gestaltet, lässt sich die neue Lupe an jeder beliebigen Stelle positionieren und zeigt die Vergrösserung um den Mauszeiger, die zusätzlich zwischen 100%-1600% manuell per Menü, bzw. stufenlos scrollend mit dem Mausrad gewählt werden kann.
Farbmanagement:
Die Änderung und Korrektur von Tonwerten besteht seit der ersten Version, nur kommt mit Aperture 1.5 die Funktion für das Ändern einer individuellen Farbe hinzu. So können einzelne Farbwerte zum korrigieren angegeben werden. Das Ändern der Auswahl-Farbe ist im Wert, Helligkeit und Sättigung möglich und lässt sich zudem individuell festlegen. (6 Farb-Preset)
Presets für Metadaten:
Hier gilt das Gleiche, abspeichern und abrufen von Metadaten. Diese Funktion soll die Lift&Stamp-Funktion erweitern und den Workflow wesentlich beschleunigen. Es können Metadaten bereits beim Import geändert oder hinzugefügt werden. Auch steht eine Import/Export-Funktion für den Austausch bereit.
iLife & iWork-Integration:
Ebenfalls von vielen Anwendern gewünscht und vermisst. Die Integration in iLife und iWork-Applikationen bietet Drag&Drop von Aperture-Daten den direkten Zugriff auf die gesamte Aperture-Library.
Export Plug-ins & API-Schnittstelle:
Aperture öffnet sich. Mit der Version 1.5 gibt es erstmalig die Möglichkeit Export-Plug-ins in Aperture zu nutzen. Somit liefert Apple die neue Version gleich mit 5 Export-Plug-ins aus, die dem Anwender die Möglichkeit bieten seine Bilder inlusive der Metadaten an Services von Drittanbieten zu schicken. (Zu den ersten Plug-ins gehören: )Getty Images, iStockphoto, Pictage, Flickr, PhotoShelter, DigitalFusion, Soundslides und Connected Flow)
Um das Angebit der Plug-ins zu erweitern, stellt Apple mit Erscheinen der Version 1.5 ein entsprechendes Export-API-SDK auf den Entwicklerseiten bereit.
Nach dem Event gab es für alle Anwesenden klassisch ein kühles Kölsch serviert und einige Kleinigkeiten zum Essen. Das Shuttle brachte die Leute wieder zurück zur Messe, wo man bereits erste Blicke auf Apple Aperture werfen konnte. Nun war auch der Stand zum Großteil vollständig enthüllt. Und ein breites Banner präsentiert ein MacBook Pro und Aperture 1.5